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Festlandkommission warnt vor chinesischer Einflussnahme auf Kommunalwahlen

Wenige Wochen vor den Kommunalwahlen in Taiwan hat die Festlandkommission erneut vor einer Einmischung Chinas gewarnt. Peking mische sich inzwischen ganz offen in die Wahlen ein, sagte Behördenchef Chiu Chui-cheng (邱垂正) am Dienstag im Parlament. Die Festlandkommission ist in Taiwan für die Beziehungen zu China zuständig. Deutliche Anzeichen seien grenzüberschreitende Repression und eine Welle gezielter Desinformation.
Gerade kurz vor der Wahl könnten falsche Informationen die Wähler verwirren und ihr Wahlverhalten beeinflussen, sagte Chiu. Regierung und Bevölkerung müssten deshalb gemeinsam dagegen vorgehen, damit Einflussnahme von außen die Wahlergebnisse nicht verfälsche. Taiwan werde jedes Jahr auf diese Weise auf die Probe gestellt. Es gelte, die demokratische Verfassungsordnung und die freie Lebensweise zu verteidigen.
Ende November werden in Taiwan unter anderem Bürgermeister, Landräte sowie Stadt- und Kreisräte neu gewählt. Erst vergangene Woche hatte China Strafmaßnahmen gegen eine Firma des Vaters von Puma Shen (沈伯洋) angekündigt. Shen kandidiert für die Demokratische Fortschrittspartei (DPP) als Bürgermeister von Taipei. Chiu hatte das als unverhohlene Einmischung bezeichnet.


